So bestimmen Sie Ihren Hauttyp

In unserem letzten Artikel haben wir beschrieben welche Auswirkungen ein Bad in der Sonne auf die Haut und deren Alterungsprozess hat. Um die Haut bei Sonneneinstrahlung ausreichend zu schützen müssen Sie zunächst Ihren Hauttypen bestimmen. Denn: viele Menschen sind sich gar nicht darüber bewusst, über welchen Hauttyp sie verfügen. Dieser hat allerdings Auswirkungen auf das eigene Verhalten in der Sonne, so dass die Kenntnis über den Hauttyp von großer Bedeutung ist, um Schäden am flächenmäßig größten Organ des Menschen zu vermeiden. Mit dem Wissen, über welche Merkmale die einzelnen Hauttypen verfügen, kann jeder selbstständig in Erfahrung bringen, welche Eigenschaften die eigene Haut aufweist. So bestimmen Sie Ihren Hauttyp:

Hauttyp 1 Hauttyp 2 Hauttyp 3 Hauttyp 4
Haare Rot, Hellblond Blond Braun Schwarz
Hautfarbe Sehr Hell Hell Mittlere Hautfarbe Gebräunt
Sommerprossen Viele Wenige Kaum Keine
Sonnenbrandrisiko Sehr hoch Hoch Mäßig Kaum
Eigenschutz der Haut Max. 10 Minuten Max. 20 Minuten Max. 30 Minuten Über 30 Minuten
Empfohlener LSF 25-35 25 15-20 Max. 15

Typ 1: Der keltische Typ – unverkennbar

Hauttyp 1: Sehr hohes Risiko (© stefan_weis - Fotolia.com)

Hauttyp 1: Sehr hohes Risiko (© stefan_weis – Fotolia.com)

Wenn Sie zum keltischen Hauttyp gehören, dann haben Sie mit Sicherheit bereits festgestellt, dass Sie sehr empfindlich auf die Sonne reagieren. So haben Sie nicht nur eine extrem helle Hautfarbe, sondern zusätzlich noch hellblondes oder rötliches Haar. Auch Sommersprossen zählen zu den unverkennbaren Merkmalen des keltischen Hauttyps. Besonders auffällig: Sie bekommen nie eine braune Haut, dafür aber umso mehr Sommersprossen. Schließlich – und daher sollten Sie besonders vorsichtig sein – sind Sie einer sehr großen Gefahr ausgesetzt, schnell und oft einen Sonnenbrand und Hautkrebs zu bekommen. Denken Sie immer daran: Der Eigenschutz Ihrer Haut beträgt weniger als 10 Minuten. Dies ist sehr wenig. Aus diesem Grund meiden Sie direkte Sonneneinstrahlung am besten, insbesondere zur Mittagszeit. Neben dem Schutz Ihrer Haut mit entsprechend langer Kleidung und einem Hut erreichen Sie nur mit Sonnencreme den bestmöglichen Schutz. Der Lichtschutzfaktor sollte mindestens 25, besser aber 35 betragen.

Typ 2: Der nordische Typ – weit verbreitet

Hauttyp 2: Hohes Risiko (© vgstudio - Fotolia.com)

Hauttyp 2: Hohes Risiko (© vgstudio – Fotolia.com)

Nicht ganz so extrem, aber dennoch auffällig ist der Hauttyp 2, bei dem Sie eine helle Hautfarbe haben. Auch bei diesem schwebt zu jeder Zeit eine große Gefahr, an Hautkrebs zu erkranken, über Ihnen. Zwar werden Sie zumindest etwas braun, Sonnenbrand bekommen Sie trotzdem relativ oft und stark. Auch Sommersprossen stellen eine Gemeinsamkeit mit dem keltischen Typ dar. Die Bandbreite Ihrer Haarfarbe ist weiter gefächert, so dass sowohl Dunkel- und Hellbraun als auch Blond möglich sind. Grüne, graue oder blaue Augen komplettieren Ihr Erscheinungsbild.

Da die Eigenschutzzeit Ihrer Haut auch nur maximal 20 Minuten beträgt, sollten Sie die Sonne ebenfalls meiden. Insbesondere am Mittag gilt es für Sie, Schatten aufzusuchen. Um Ihre Haut zu schützen, verwenden Sie dieselben Hilfen wie die betroffenen Menschen mit Hauttyp 1. Auch diese vertrauen zusätzlich auf eine Sonnenbrille inklusive UV-Schutz. Allerdings reicht bei der Verwendung von Sonnencreme bereits der Lichtschutzfaktor 25 aus.

Typ 3: Der Mischtyp – Vorsicht ist geboten

Hauttpy 3: Mittleres Risiko (© maksimshirkov - Fotolia.com)

Hauttpy 3: Mittleres Risiko (© maksimshirkov – Fotolia.com)

Als Mischtyp bemerken Sie an sich eine mittlere Hautfarbe, die nur wenige Sommersprossen aufweist. Sie werden langsam, aber sicher braun und erfreuen sich am Ende des Bräunungsprozesses einer hellbraunen Hautfarbe. Dennoch besteht die Gefahr, dass Sie einen Sonnenbrand erleiden, was zugleich Ihre Aufmerksamkeit schärfen sollte: Denn auch Sie können an Hautkrebs erkranken, wenngleich das Risiko nicht ganz so groß wie bei den ersten beiden Hauttypen ist.

Auch Typ 3 erkennen Sie im Zusammenspiel mit den anderen Merkmalen an Ihren Haaren, die blond, dunkelblond, aber auch hell- oder dunkelbraun sowie schwarz sein können. Als Mischtyp halten Sie sich bis zu 30 Minuten ohne zusätzlichen Schutz in der Sonne auf, danach wird eine Sonnencreme nötig, die mindestens einen Lichtschutzfaktor von 15, besser 20 aufweisen sollte. Vor allem in der Mittagszeit sollte Sie die Sonne meiden. Der Schutz Ihrer Haut versteht sich von selbst, Hut und Sonnenbrille helfen Ihnen.

Typ 4: Der mediterrane Typ – im Grunde glücklich

Hauttyp 4: geringes Risiko (© Paul Hill - Fotolia.com)

Hauttyp 4: geringes Risiko (© Paul Hill – Fotolia.com)

Als mediterraner Typ müssen Sie nicht einmal in die Sonne zu gehen, um braun zu werden. Denn oft ist Ihre Haut bereits braun. Ihre braunen Augen und Ihr braunes beziehungsweise schwarzes Haar unterstreichen dies ebenso wie der Fakt, dass Sie keine Sommersprossen bekommen. Sie werden glücklich sein, dass Sie auch selten an Sonnenbrand leiden, was Ihr Risiko, an Hautkrebs zu erkranken, zugleich senkt. Folgerichtig können Sie sich auch länger als 30 Minuten in der Sonne aufhalten, denn so lange schützt sich Ihre Haut selbst.

Eine Sonnencreme mit einem maximalen Lichtschutzfaktor 15 reicht dann auch vollkommen. Allerdings sollten Sie sich nicht ganz auf Ihre doch recht widerstandsfähige Haut des Typs 4 verlassen. Sonnenbrille und Hut empfehlen Ihnen Experten dennoch zu tragen und auch in exponierten Regionen wie im Gebirge oder in der Nähe von Wasser kann besonderer Schutz Ihrer Haut nicht schaden. Vor allem das Gesicht steht dabei im Zentrum Ihrer Bemühungen.

Fazit und Ergänzungen

Wie Sie sehen, weisen die 4 unterschiedlichen Hauttypen verschiedene Merkmale auf, durch die Sie Ihren Hauttyp relativ leicht bestimmen können. Nehmen Sie sich die vorgeschlagenen Schutzmaßnahmen zu Herzen, um schwerwiegende Folgeschäden – hier vor allem Hautkrebs – vermeiden zu können.

Gelegentlich werden zu den Hauttypen noch zwei weitere hinzugezählt. Dies sind allerdings Menschen aus Afrika oder Asien, die eine relativ dunkle Haut haben, welche ihnen ermöglicht, noch länger in der Sonne ohne zusätzlichen Schutz auszuharren. Hautkrebs taucht bei diesen Typen so gut wie nicht auf, so dass hier Sonnencremes mit einem maximalen Schutzfaktor von 8 ausreichen.